»Zur offiziellen Homepage
|
 | » Home | » Presseinfos zu ILEK und LEADER | | |
 |
| Presseinfos zu ILEK und LEADER
in Lippe |  |  |  |
| Nordlipper schließen Bund zum Sparen (LZ 29.08.08) |
NRW-Modellversuch "Vernetzte Verwaltung" startet mit Bildung eines großen Standesamtsbezirks
Ringtausch: Zur Freude von Herbert Dahle (Bürgermeister Barntrup), Reinhold Harnisch (Kommunales Rechenzentrum), Friedrich
Ehlert (Bürgermeister Dörentrup), Lutz Wiegard (Kreis) sowie Hermann Beckfeld und Hans-Joachim Baier (Bezirksregierung, von
links) besiegelten die Bürgermeister Klaus Fritzemeier (Kalletal, links) und Hans Hoppenberg (Extertal) die Zweckehe. FOTO: BACKE
Kalletal/Nordlippe (bas). Es ist fast wie im wahren Leben:
kaum sind die Ringe getauscht,
fängt der Alltag richtig
an. Doch die vier Bürgermeister
von Barntrup, Kalletal,
Dörentrup und Extertal sind
sich sicher, dass ihre Zweck ehe
allen Beteiligten viel Freude
bereiten wird. Die Kooperation
im Bereich der Standesämter
macht nun den Anfang.
Bekanntlich werden derzeit
in allen vier Kommunen ähnliche
Vorlagen in den politischen
Gremien diskutiert - beziehungsweise
ohne Einwände
durchgewunken. Hintergrund
sind die Pläne, zum 1. Januar
2009 einen gemeinsamen
Standesamtsbezirk Nordlippe
zu gründen. Dies ist das erste
Projekt mit erheblicher Außenwirkung,
das im Zuge der interkommunalen
Zusammenarbeit
Wirklichkeit wird.
Dabei, so betonten alle Verantwortlichen
gestern bei einer
Pressekonferenz im Kalletaler
Rathaus unisono, wird der Bürger
diese Änderungen wahrscheinlich
höchstens an einem
neuen Stempel wahrnehmen.
Hinter den Kulissen allerdings
berge das Vorhaben große Vorteile.
Durch Synergieeff ekte
könnten - ohne Personalabbau
- rund zwei Drittel der laufenden
Kosten gespart werden.
Zwei Erklärungen: Statt wie
bisher jeweils potenzielle Stellvertreter
auf teure Schulungen
zu schicken, regeln die vier
hauptamtlichen Standesbeamten
in Barntrup, Kalletal,
Dörentrup und Extertal ihre
Vertretung künft ig untereinander.
Außerdem wird die per
Gesetz zum 1. Januar 2009 geforderte
Bereitstellung von digitalisierten
Personenstandsdaten
unter dem Dach des Kommunalen
Rechenzentrums im Verbund
viel billiger.
Während dieser Schritt vergleichsweise
leicht zu realisieren
ist, wollen sich die Nordlipper
nun aber auch schwierigeren
Th emen widmen. Bekanntlich
hatten sie sich einst mit 17 Vorschlägen
für den NRW-Modellversuch
"Vernetzte Verwaltung"
beworben und durchgesetzt.
Drei Projekte sollen jetzt konkret
angefasst werden. Jeweils
unter der Leitung eines Bürgermeisters
werden Arbeitsgruppen
eingesetzt, die sich mit den
Bereichen Bürgerservice, Steuerveranlagung
und Gebäudemanagement
beschäft igen sollen.
Zuvor gibt es noch interne
Info-Veranstaltungen in den
Rathäusern. "Es ist wichtig, alle
Mitarbeiter mitzunehmen", betonte
Barntrups Bürgermeister
Herbert Dahle.
Möglichen Ängsten vor einer
Gemeinde Nordlippe und eventuellem
Stellenabbau begegnete
sein Extertaler Kollege Hans
Hoppenberg: "Die Zeit ist noch
längst nicht reif für eine Kommunalreform.
Aber wir wollen
die Arbeit der Verwaltungen
wirtschaft lich optimieren." Bis
beispielsweise ein Dörentruper
seinen neuen Personalausweis
im Barntruper Rathaus beantragen
kann, wird aber noch
einige Zeit vergehen. Ergebnisse
der Arbeitsgruppen werden
in einem Jahr erwartet.
|
| Beim Standesamt rücken die Gemeinden zusammen (LZ 22.08.08) |
Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal bilden einen gemeinsamen Bezirk, um Kosten zu sparen
Barntrup (khk). Es ist ein
Schritt zur "Gemeinde Nordlippe":
Die Mitglieder des Hauptund
Sozialausschusses sprachen
sich in ihrer jüngsten Sitzung
für die Zusammenlegung der
Standesamtsbezirke der vier
Ilek-Gemeinden Barntrup,
Extertal, Dörentrup und Kalletal
zum Ende des Jahres aus.
Für den Bürgermeister Herbert
Dahle ist es "ein erstes
kleines Zeichen für interkommunale
Zusammenarbeit", für
den SPD-Fraktionsvorsitzenden
Gerd Belz "der richtige
Weg": Dass es ab Januar nächsten
Jahres nur noch einen Standesamtsbezirk
Nordlippe geben
soll, stieß nicht nur bei ihnen,
sondern auch bei allen anderen
Ausschussmitgliedern auf ungeteilte
Zustimmung.
Kein Wunder, bleibt durch
diesen Schritt doch auch mehr
Geld in den Kassen der Kommunen.
Bei den einmaligen
Kosten sind es fast 10000 Euro,
und auch bei den laufenden
Kosten können die beteiligten
Gemeinden jährlich und dauerhaft
einen Batzen Geld einsparen.
"Barntrup bleiben so
rund 4300 Euro jährlich mehr
in der Kasse", betonte der Bürgermeister.
Aber es gibt einen weiteren
Grund, der den Ausschussmitgliedern
die Zustimmung leicht
machte, und den der Bürgermeister
auf dem Punkt brachte:
"Für die Bürger bleibt alles
genauso, wie es war". Denn jede
Gemeinde behält ihr Standesamt
als Nebenstelle des Standesamtsbezirks
Nordlippe.
Wer sich traut, hat also immer
noch einen vertrauten Ansprechpartner,
denn auch der
Hauptstandesbeamte bleibt den
Kommunen erhalten. Lediglich
die Zahl der stellvertretenden
Standesbeamten soll von neun
auf vier reduziert werden.
Ohne große Diskussion wurde
der Beschlussvorschlag der
Verwaltung, den Standesamtsbezirk
Barntrup zum 30. Dezember
dieses Jahres aufzulösen,
und ihn mit denen der
Gemeinden Extertal, Dörentrup
und Kalletal zum Standesamtsbezirk
Nordlippe zusammenzulegen,
einstimmig angenommen.
|
| Gut für Bürger und Klimaschutz (NA 14.08.08)
|
Prominenter Startschuss für Projekt "Dial4Light" in Schwelentrup
BU: PROMINENTER STARTSCHUSS für "Dial4Light" in Schwelentrup vor der
Stallscheune. Landtagspräsidentin Regina van Dinther präsentiert eine der
Streckennummern, die auf den Laternen angebracht sind. Foto wd
Dörentrup-Schwelentrup (wd). Regina van Dinther, Präsidentin des
NRW-Landtages, tätigte den offiziellen Startschuss für das neue
Beleuchtungssystem "Dial4Light" in Schwelentrup. Zur besseren
Veranschaulichung schaltete sich mit Ihrem ersten Anruf statt der
Straßenbeleuchtung der Springbrunnen des Kurparks ein. Zur Inbetriebnahme
des Pilotprojektes hatten sich zahlreiche Honoratioren in der Stallscheune
versammelt. Lippes Landrat Friedel Heuwinkel und der Landtagsabgeordnete
Walter Kern waren ebenso zugegen wie Bürgermeister Friedrich Ehlert und
seine Amtskollegen Herbert Dahle aus Barntrup, Klaus Fritzemeier aus
Kalletal und Stellvertreter Joachim Bode aus Extertal. Außerdem waren auch
mehrere Schwelentruper Vereinsvorsitzende als Bürgervertreter dabei.
Regina van Dinther war aus Düsseldorf angereist, um sich vor Ort über das
Energieeinsparmodell zu informieren. Dieter Grote von der gleichnamigen
Werbeagentur aus Lemgo hatte gemeinsam mit den Stadtwerken Lemgo und dem
Unternehmen A & H Meyer aus Humfeld das Konzept erstellt und umgesetzt. Nach
Abschluss einer Testphase in einigen Straßenzügen wird das Projekt jetzt auf
ganz Schwelentrup ausgeweitet. Von nun an endet die öffentliche
Straßenbeleuchtung bereits drei Stunden früher um 20 Uhr. Der Bürger hat die
Möglichkeit je nach Bedarf einzelne Teilbereiche durch einen Anruf
selbstständig für 15 Minuten wieder zu beleuchten. Dazu muss er sich zuvor
einmalig registrieren lassen und kann dann unter Nennung der entsprechenden
Streckennummer die Laternen kostenfrei einschalten, erklärte Frank Bräuer
von den Stadtwerken das Prinzip.
Horst Meyer verwies auf die hohe Zahl der Interessenten. Mehr 400
Anmeldungen wurden in den letzten Wochen schon erfasst. "Wir wollen wenig
frequentierte Straßen bedarfsgerecht beleuchten und so viel Energie
einsparen", erklärte Ehlert. Arnd Oberscheven, Geschäftsführer der
Stadtwerke Lemgo sieht in "Dial4Light" einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz. Die Anfangskosten für die Installation und Schaltung übernimmt
die Gemeinde. Durch die spürbare Senkung des Stromverbrauchs sollen diese
sich bereits nach drei Jahren amortisiert haben. Im Frühjahr nächsten Jahres
können die ersten Resultate vorgelegt werden, wenn die Daten über die
abgerufenen Schaltmengen ausgewertet sind.
Die erzielten finanziellen Einsparungen versickern jedoch nicht im
Gemeindesäckel, sondern sollen ausschließlich den Schwelentrupern zu gute
kommen. "Sparen soll sich für den Bürger lohnen", versprach der
Bürgermeister. Regina van Dinther lobte das zukunftsweisende Projekt
ausdrücklich und gestand: "Gerade im öffentlichen Bereich ist in der
Vergangenheit zu viel Energie verschwendet worden". Ob die Gemeindekasse
durch die Einsparungen bald genauso sprudeln wird wie die Wasserfontäne im
Park, muss die Zukunft zeigen.
|
| Nordlippes Verwaltungen im Umbruch (LA 09.08.08)
|
NRW-Mittel für Synergie-Effekte
Gemeinsam statt einsam in Nordlippes Verwaltungen. Dafür gab es jetzt Geld vom NRW Innenministerium
aus den Händen von Staatssekretär Karl Peter Brendel (links). Es freuen sich die vier ILEK-Bürgermeister
(von links) Herbert Dahle (Barntrup), Hans Hoppenberg (Extertal), Friedrich Ehlert (Dörentrup)
und Klaus Fritzemeier (Kalletal). Foto: Privat
Kreis Lippe(sf). Gemeinsam statt
einsam - das Motto gilt jetzt auch
in den Verwaltungen der vier
nordlippischen ILEK-Gemeinden
Barntrup, Dörentrup, Extertal und
Kalletal. In diesen Tagen ging ein
ehrgeiziges Projekt in der ILEKRegion
Nordlippe an den Start.
Es heißt »Vernetzte Verwaltung«
und ist eines von lediglich vier
Projekten westfalenweit, die vom
Innenministerium NRW gefördert
werden. Entsprechend groß
war die Freude in Nordlippe. Die
Stadt Barntrup sowie die Gemeinden
Dörentrup, Extertal und Kalletal
verständigten sich darauf,
das Angebot und die Form ihrer
Leistungen neu zu organisieren.
Nachdem der Fokus der Zusammenarbeit
bislang auf Leistungen
wie Bürgergesellschaft, Tourismus,
Demographie und Landwirtschaft
gerichtet war, soll nunmehr
die Wirtschaftlichkeit des kommunalen
Leistungsangebotes verbessert
werden. Neu-Organisation
heißt das Stichwort. So gilt es,
Verwaltungsaufgaben möglichst
gemeinschaftlich zu erledigen.
Ein gemeinsames Bürgerbüro
mit telefonischem Bürgerservice
kann ebenfalls Ergebnis des Projektes
sein.
Für diese ehrgeizigen Ziele gab
es jetzt in Lippstadt den Förderbescheid
für die vier ILEK-Bürgermeister
aus den Händen von
Staatssekretär Karl Peter Brendel.
|
| Die Schule im Blick (LZ 12.06.08)
|
Diskussion der nordlippischen Leader-Kommunen Nordlippe (aga). Auf dem Weg zu einer Gemeinde Nordlippe sind bekanntlich die vier Leader-Kommunen Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal. In einer Podiumsdiskussion haben sie sich jetzt mit ihren Schulen beschäftigt. Sehr viele Veränderungen im Bereich Schule, so Moderator Heinz Kriete, hätten dem Thema Schule in jüngerer Zeit wieder den Stellenwert in der Öffentlichkeit eingeräumt, der ihm gerecht wird. In der Hauptschule Barntrup-Dörentrup moderierte der Regierungsschuldirektor eine Expertenrunde zum Thema "Zukunft der Schule". Das erste Wort gehörte Jonas Günther, Schülersprecher des Gymnasiums Barntrup. Er brachte sein Unverständnis über die Kopfnoten zum Ausdruck. "Es fehlen die richtigen Maßstäbe, die Schüler zu beurteilen." Sein Schulleiter machte auf die Verkürzung auf im Anschluss an die Grundschule acht Jahre bis zum Abitur aufmerksam. "Das hält uns in Atem." Ein Plädoyer für die Hauptschule hielt Karin Krüger, stellvertretende Schulleiterin der Hauptschule Barntrup-Dörentrup. Sinkende Schülerzahlen und gleichzeitiger Ansturm vermehrt auf Gymnasium und Realschule bescherten der Hauptschule zurzeit kleinere Klassengrößen. Für kleine Klassengrößen machte sich auch Karin Sensenschmidt, die als Leiterin der Gesamtschule Lemgo die Vorteile dieses Typs gegenüber der Dreigliederung hervorhob, stark. "Warum belässt man bei sinkenden Schülerzahlen nicht die Lehrer an den Einrichtungen", sprach sie eine Forderung aus. Positiv bewertete Marita Müller von der Realschule Extertal die Lernstandserhebungen. "Dadurch ist mehr Vergleichbarkeit eingekehrt." Sie hob hervor, dass die Abgänger der Realschule als Schule zwischen Gymnasium und Hauptschule eher mit den Zehntklässlern des Gymnasiums im Wettbewerb stünden. Sabine Unger von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sprach bei den Klassengrößen von "Lernbedingungen, die wir nicht akzeptieren können". Gerade in ländlichen Regionen müsse über andere Formen nachgedacht werden. Ein Modell aus dem Münsterland, in dem zwei durch sinkende Schülerzahlen von der Schließung bedrohte Hauptschulen kooperierten, sprach Ex-NRW-Schulministerin Ute Schäfer an. Dort würden in einem Gebäude nun die Klassen 5 bis 7 von Gymnasium, Realschule und Hauptschule unterrichtet. Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert ist der Meinung, neben der Politik auch die Eltern mehr einzubinden. "Auch Ihr seid für den Bildungserfolg Eurer Kinder mitverantwortlich", rief er den etwa 60 Zuhörern zu.
|
| Regionalmanagerin steht bereit (LZ 05.06.08) |
Im nordlippischen Leader-Prozess sind noch Verfahrensfragen zu klären
Auch wenn er sich zu einem Namen und weiteren Details nicht äußern wollte, hat
gestern Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg als Sprecher der weiter beteiligten Kommunen
Barntrup, Dörentrup und Kalletal durchblicken lassen, dass die LAG (Lokale Aktionsgruppe)
eine Kandidatin für diese Stelle gefunden hat. Wie Hoppenberg auf Nachfrage erklärte,
müssten vor der endgültigen Personalentscheidung jedoch noch einige wichtige
Verfahrensfragen geklärt werden, und dies sei zur Zeit bei der Bezirksregierung
in Detmold der Fall. Zum Hintergrund: Die Nordlipper wollen auch in Zukunft nicht
auf die Erfahrungen des Büros von Heiko Wiebusch verzichten, der sie vom Start
als Ilek-Region an begleitet hat. Auf die Frage, wann mit einer Entscheidung zu
rechnen sei, meinte Hoppenberg: "Es muss noch ein Paket geschnürt werden, aber ich hoffe,
dass wir noch vor der Sommerpause soweit sind."
|
| Manager: Entscheidung vertagt (LZ 23.04.08) |
Nordlippe-Kommunen gründen Verein
Extertal-Bösingfeld (sch). Auf der Suche nach einem Regionalmanager für die "Leader"-Region sind die Nordlipper noch nicht fündig geworden. Dafür ist gestern in Bösingfeld die für den weiteren Prozess notwendige Gründung des Vereins "LAG Nordlippe" über die Bühne gegangen.
Vier von insgesamt elf Bewerbern waren nach LZ-Informationen gestern Vormittag zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden. Am frühen Abend sagte Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg auf Nachfrage: "Auch wenn sich eine Person herauskristallisiert, haben wir einen weiteren Vorstellungstermin vereinbart." Dieser soll am Freitag, 9. Mai, stattfinden. Zu weiteren Details wollte sich Hoppenberg jedoch nicht äußern.
Dafür ließ er wissen, dass in der Sitzung intensiv über die Satzung des neuen Vereins diskutiert worden sei - "ein unspektakulärer, aber sehr wichtiger Vorgang". Denn die Vereinsgründung sei schließlich für den gesamten "Leader"-Prozess von entscheidender Bedeutung. Im Vorstand sitzen auch die vier Bürgermeister aus Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal, zum Vorsitzenden wurde Hans Hoppenberg gewählt. "Diese Aufgabe habe ich gern übernommen, denn der Verein ist wichtig für unsere Region."
|
| Elf Bewerber für Managerposten (LZ 15.04.08) |
"Leader"-Prozess Nordlippe geht weiter
Nordlippe (sch). Auf der Suche nach einem Regionalmanager für den weiteren "Leader"-Prozess gehen die vier beteiligten Kommunen in die nächste Runde. Die Ausschreibung der Stelle ist gelaufen, Ende April wird mit einer Entscheidung gerechnet.
Gesucht wurde eine "Persönlichkeit mit hoher Präsentations-, Moderations- und Beratungskompetenz", die über Erfahrungen mit ländlichen Entwicklungsprozessen verfügt. Elf Bewerber fühlen sich diesem Anforderungsprofil gewachsen. Wie Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg gestern auf Nachfrage der LZ meinte, kämen die Bewerbungen nicht nur aus der Region, sondern auch aus dem nord- und süddeutschen Raum. "Darunter sind einige sehr vielversprechende Kandidaten", sagte Hoppenberg. Wie er weiter wissen ließ, werde er jetzt mit seinen Bürgermeisterkollegen Herbert Dahle (Barntrup), Friedrich Ehlert (Dörentrup) und Klaus Fritzemeier (Kalletal) sowie Projektbegleiter Heiko Wiebusch die Unterlagen sichten. Am Freitag, 25. April, werde eine Sitzung der LAG Nordlippe (Lokale Aktionsgruppe) und dabei eine Vorstellungsrunde der Bewerber stattfinden. Wobei Hoppenberg zuversichtlich ist und mit einer zügigen Entscheidung rechnet: "Ich denke, an diesem Tag werden wir ein Ergebnis haben." Wann der Regionalmanager seine Arbeit mit Dienstsitz im Extertal aufnehmen werde, könne nicht genau gesagt werden. Hoppenberg: "So kurzfristig wie möglich."
|
| Nordlipper auf dem Weg (LZ 29.02.08) |
Kreis fördert "Leader"-Projekte
Nordlippe (sch). Der "Leader"-Prozess kommt jetzt richtig in Bewegung. Das Thema beschäftigt derzeit alle möglichen Gremien der beteiligten Kommunen Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal. Deren Bürgermeister und Landrat Friedel Heuwinkel haben jetzt auch eine Vereinbarung zur regionalen Entwicklung der Infrastruktur unterzeichnet.
"Leader" steht für "Liaison entre actions de dévelopement de l'économie rurale" und bedeutet übersetzt die Verbindung von Maßnahmen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Wie mehrfach berichtet, erhalten die Nordlipper bis zum Jahr 2013 Fördermittel der EU in Höhe von einer Million Euro, die zur Umsetzung verschiedener Projekte eingesetzt werden sollen. Der Kreis Lippe wird den "Leader"-Kommunen während der gesamten Projektphase sowohl in finanzieller Hinsicht als auch durch eine intensive fachliche Begleitung zur Seite stehen.
Wie einer Pressenotiz aus dem Kreishaus zu entnehmen ist, sagte Heuwinkel mit seiner Unterschrift zu, die jetzt entwickelten Einzelprojekte bis 2013 mit insgesamt 50000 Euro pro Jahr zu fördern. Damit seien "auch für die Zukunft optimale Bedingungen für eine interkommunale Zusammenarbeit gewährleistet". Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg, der gestern Abend in der Ratssitzung der Gemeinde ausführlich Stellung zum aktuellen Stand der Dinge nahm, habe bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in "seinem" Rathaus dem Landrat für die Unterstützung gedankt und betont: "Die enge Zusammenarbeit während des Ilek-Prozesses wollen wir nun fortsetzen und so den Standort Nordlippe stärken."
Und wie geht es jetzt weiter? Eine lokale Aktionsgruppe, die sich neben den beteiligten Bürgermeistern und Vertretern der Kreisverwaltung aus Mitglie-dern der ansässigen Marketing- sowie Heimat- und Verkehrs-vereine, dem Landesverband Lippe, der IHK, der Bezirksregierung, der Kreishandwerkerschaft und der "Lippe pro Arbeit" GmbH zusammensetzt, soll sich künftig um die Realisierung der verschiedenen Projekte kümmern. "Der nächste Schritt ist die Installierung des Regionalmanagements", wird Hoppenberg in der Pressenotiz des Kreises Lippe zitiert. "Die Ausschreibung ist bereits vorbereitet. Weitere Projekte, wie eine Reitregion oder ein Rundwanderweg Nordlippe, sind kurz vor der Umsetzung."
|
| In Nordlippe glühen künftig die Drähte (LZ 14.12.07) |
"Leader-Region" wird Teil des NRW-Pilotprojekts "Vernetzte Verwaltung" - Vier Rathäuser wollen noch enger kooperieren
Nordlippe. Vier Bürgermeister, die direkt vor dem Eingang des Innenministeriums in Düsseldorf den Sektkorken knallen lassen - ein Bild, das mehr sagt als 1000 Worte. Warum sich Klaus Fritzemeier, Hans Hoppenberg, Friedrich Ehlert und Herbert Dahle jetzt in Hochstimmung befanden? Die vier Kommunen Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal setzen ihren Triumphmarsch als "Region Nordlippe" fort.
Grenzenloser Datenfluss:Die Verwaltungen in den Rathäusern des Kalletals (oben links), Dörentrups (oben rechts), Extertals (unten links) und Barntrups (unten rechts) werden ihre Aufgaben in Zukunft vernetzt angehen.Fotomontage: Preuss/BackeVon Stefan Backe
Als eines von vier Projekten bekamen die Lipper nun auch den Zuschlag für die Teilnahme am Pilotversuch "Vernetzte Verwaltung". Damit will das Land Nordrhein-Westfalen die Möglichkeiten zur interkommunalen Zusammenarbeit tatkräftig fördern und erforschen. Bei der Bekanntgabe der Teilnehmer betonten die Verantwortlichen des Innenministeriums zudem, dass die Bemühungen der "Region Nordlippe" in NRW einzigartig seien.
"Die drei anderen Projekte, die ebenfalls ausgewählt wurden, sind verwaltungsintern und wirken nur nach innen", erklärte Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg. In Nordlippe dagegen werden die Bürger künftig an verschiedenen Stellen direkt betroffen sein. Nur zum Positiven, wie die vier Stadt- und Gemeindeoberhäupter unisono betonen. So gehe es darum, mit dem vorhandenen und knapp bemessenen Personal die Arbeit der Verwaltungen effektiver und kostengünstiger, aber auch bürgerfreundlicher zu gestalten.
Als ein Stichwort nannte Klaus Fritzemeier, Bürgermeister im Kalletal, die grenzüberschreitenden Bürgerbüros. So ist geplant, dass beispielsweise ein Kalletaler, der im Extertal arbeitet, künftig seinen neuen Personalausweis in der Mittagspause auch im dortigen Bürgerbüro beantragen kann. Das kommunale Rechenzentrum als Grundvoraussetzung sowie eine eventuelle Angleichung der Satzungen und Gebühren sollen es möglich machen.
Rund 20 Punkte - vom Gebäudemanagement über das Vergabewesen bis hin zu Baugenehmigungen oder einer gemeinsamen Rufbereitschaft haben die Nordlipper im Vorfeld der Bewerbung ausgearbeitet. Diese sollen nun mit professioneller Unterstützung in Angriff genommen werden. Die wissenschaftliche Begleitung des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts übernimmt die Universität Potsdam. Im Boot sind neben dem Informationsbüro "d-NRW" weiterhin vier renommierte Verwaltungsexperten.
Denn nicht selten scheitern Versuche der interkommunalen Zusammenarbeit derzeit noch an geltenden Vorschriften und Gesetzen. Beispiel Standesamt: Als es jüngst in Dörentrup aufgrund unglücklicher Umstände einen Engpass gab, bat die Kommune in Extertal um Hilfe. "Heute ist es aber nur schwer möglich, über Grenzen hinweg zu vertreten", musste Hans Hoppenberg erkennen.
Künftig wollen die vier Kommunen einen eigenen Standesamtsbezirk Nordlippe bilden. Durch diese Kooperation sollen unter anderem die Vertretungs-Regelungen umkurvt werden, die aktuell viel Mühe und Geld kosten. Klaus Fritzemeier: "Neben dem Standesbeamten muss jede Kommune offiziell zwei Vertreter benennen. Diese haben eigentlich ganz andere Aufgaben in der Verwaltung, müssen aber regelmäßig Schulungen für ihre potenzielle Vertretungsstelle besuchen." In Zukunft sollen die "hauptamtlichen" Standesbeamten der vier Kommunen den Kollegen über die Grenzen hinweg aushelfen oder sie vertreten.
Bei dem insgesamt "riesigen Paket" gelte es, auch die Politiker und Verwaltungsmitarbeiter mitzunehmen. So ist Mitte Januar unter anderem ein Treffen mit allen Fraktionsvorsitzenden in Schwelentrup geplant. Doch nicht immer und bei jedem erwarten die Bürgermeister, die ihre gute zwischenmenschliche Ebene in Düsseldorf bewusst als Pluspunkt verkauften, grüne Ampeln. "Das Projekt ,Vernetzte Verwaltung' wird auch zeigen, wo die Zusammenarbeit Grenzen hat", ist sich Hans Hoppenberg sicher.
Nichtsdestotrotz freut sich das Quartett diebisch über den neusten Coup, der in direktem Zusammenhang mit der jüngst erfolgten Ernennung zur "Leader-Region" steht. "Die Idee einer ,Vernetzten Verwaltung' ist eines von knapp 40 Projekten, die wir als ,Leader-Region' ins Auge gefasst hatten. Das können wir nun als erstes so umsetzen, wie wir es uns vorgestellt haben", sagte Hoppenberg.
Mit Interesse nahmen die Bürgermeister in Düsseldorf zur Kenntnis, welche Resonanz ihr Motto "Vier Kommunen auf dem Weg zur Gemeinde Nordlippe" hervorgerufen hat. So wird vom Land selbst eine freiwillige kommunale Neugliederung offenbar nicht mehr kategorisch ausgeschlossen.
"Die Vision steht. Aber wir vier werden das nicht mehr im Amt erleben", schätzte der Extertaler Bürgermeister. Dem stimmte auch sein Kalletaler Amtskollege zu. "Die Zeit für eine Neugliederung ist noch nicht reif. Und es gibt einige Hürden. Immerhin wäre die Gemeinde Nordlippe nach der Stadt Köln flächenmäßig die zweitgrößte Kommune in NRW", rechnete Fritzemeier vor.
|
| Klassenziel mit Bravour erreicht (LZ 28.18.07) |
Foto: Archiv/Scherzer
Region "Nordlippe" erhält "Leader"-Zuschlag -
Garantierte Fördergelder ermöglichen neue Projekte Nordlippe (bas). Am
späten Montagabend glühten bereits die Telefonleitungen zwischen
Kalletal, Dörentrup, Extertal und Barntrup. Gestern Mittag gab es die
offizielle Bestätigung durch NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg.
"Nordlippe" gehört zu den zehn Gewinnern, die sich in
Nordrhein-Westfalen künftig "Leader"-Region nennen dürfen - und damit in
den Genuss stattlicher Fördergelder kommen.
Ein historischer Moment:Einstimmig votierten die vier Hauptausschüsse am
27. Februar dieses Jahres auf Burg Sternberg in ihrer ersten gemeinsamen
Sitzung dafür, sich für "Leader" zu bewerben.
"Wir sind wirklich froh, mal so eine positive Nachricht bekommen zu
haben. Damit können wir nachhaltig etwas für die Region tun", betonte
Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg stellvertretend für seine
Amtskollegen Klaus Fritzemeier (Kalletal), Friedrich Ehlert (Dörentrup)
und Herbert Dahle (Barntrup). Bekanntlich ist "Leader" ein
Förderprogramm für den ländlichen Raum, mit dem individuell zu
erarbeitende Projektideen umgesetzt werden können. In seiner ersten
Freude vergaß Hoppenberg nicht, alle Beteiligten an dem Erfolg
partizipieren zu lassen: "Darauf können wir alle sehr stolz sein." Wie
stolz, wird sich dabei vielleicht 2013 im Rückblick noch deutlicher
zeigen. Denn in den kommenden fünf Jahren gehören die vier Kommunen nun
im Verbund zu einer Region, die in Zeiten knapper werdender Fördergelder
mit umfangreicher Unterstützung rechnen kann. Im Mittelpunkt steht dabei
eine Zahl mit sechs Nullen. Eine Million Euro fließt bis 2013 Eine
Million Euro garantiert das Land NRW bis 2013 an Fördergeldern, wenn die
Kommunen noch einmal die gleiche Summe zur Verfügung stellen. Die
Bereitschaft dazu hatten die Hauptausschüsse der vier Partner bereits
bei ihrer historischen Sitzung im Februar auf Burg Sternberg
beschlossen. Nach der erfolgreichen Bewerbung, mit der "Nordlippe" sich
unter insgesamt 20 Kandidaten behaupten musste, kann nun die so genannte
"Lokale Aktionsgruppe" ihre Arbeit mit voller Kraft aufnehmen. Bereits
im September hatten sich rund 20 Personen - vorbehaltlich des nun
eingetretenen Erfolgs - zur konstituierenden Sitzung getroffen. Neben
den vier Bürgermeistern und den ehemaligen Arbeitskreissprechern des
vorangegangenen "Ilek"-Prozesses sind in der "Lokalen Aktionsgruppe"
unter anderem auch Vertreter der Marketingvereine sowie der Industrie-
und Handels- oder Landwirtschaftskammer aktiv. Dieses Steuerungsgremium
muss jetzt festlegen, wohin die "Leader"-Reise genau gehen wird. Sprich:
Welche Projekte, die zum Teil auch schon während des "Ilek"-Prozesses
erarbeitet worden sind, sollen nun konkret angestoßen werden? Wie soll
das Geld eingesetzt werden? Eine wichtige Rolle nimmt dabei auch ein so
genannter Regionalmanager ein. Dieser wird aus den garantierten
Fördergeldern finanziert und soll den Kommunen hauptberuflich zur Seite
stehen. |
| LZ 22.11.07 Lebensqualität - heute und morgen
|
Integriertes Ländliches
Entwicklungskonzept für fünf Kommunen in Südlippe: Erste Projekte
starten Horn-Bad Meinberg/Belle (sb). "Wenn es irgendwann einmal eine
Großgemeindenbildung geben sollte, würde sicher hier in Belle das
Rathaus stehen", scherzte Horn-Bad Meinbergs Bürgermeister Eberhard
Block. In Belle, dem Mittelpunkt Südlippes, fand Dienstagabend die ILEK-
Ergebnispräsentation der fünf beteiligten Kommunen Horn-Bad Meinberg,
Schlangen, Blomberg, Schieder-Schwalenberg und Lügde statt.
Der Weg ist das Ziel: Ein aus ILEK entwickeltes Projekt ist der
Natur- und Skulpturenpfad, der durch alle fünf beteiligten Kommunen
führen soll.
Zu einer neuerlichen Gebietsreform wird es wohl so schnell nicht kommen,
dennoch ist es Ziel der fünf Partnerkommunen, ihre Region Südlippe für
die Zukunft gemeinsam gut aufzustellen. Dafür steht auch ILEK - das
Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept. Seit Mitte April haben
Vertreter aus Vereinen, Verbänden, Verwaltungen, Wirtschaft und Politik
in Arbeitsgruppen daran mitgewirkt, das Konzept auf die Region
zuzuschneidern. Was dabei herausgekommen ist, stellten die beiden
Moderatoren, Astrid Eblenkamp vom Regionalentwicklungsbüro KoRiS aus
Hannover und Georg Seibert vom Landschaftsarchitekturbüro von Luckwald
aus Hameln, vor rund 100 Zuhörern in der Beller Schützenhalle vor. Gut
erhaltene historische Ortskerne, kulturelle Besonderheiten, eine
abwechslungsreiche Kultur- und Naturlandschaft und Erfahrung im Bereich
Tourismus - das sind die Pfunde, mit denen Südlippe laut Seibert wuchern
kann. Wie aber lässt sich die (noch) recht gute Lebensqualität sichern
und weiter entwickeln? Darüber machten sich die ILEK-Teilnehmer mehr als
ein halbes Jahr lang Gedanken. Denn Südlippe hat ähnliche Probleme wie
vergleichbare ländliche Regionen: Der demographische Wandel führt zu
einer geringeren wirtschaftlichen Dynamik, einer "Landflucht", und dem
Abbau vorhandener Infrastrukturen. Die sechs Entwicklungsschwerpunkte,
die die Arbeitsgruppen herausgefiltert haben, stellte Astrid Eblenkamp
vor: Landschaftliche Vielfalt, Stadt- und Ortskerne, Land- und
Forstwirtschaft, Kultur und Tourismus, Lebensqualität sowie Gesundheit
und Wellness sind die Bereiche, in denen auch nach Abschluss von ILEK
Projekte entwickelt werden sollen. Denn eigentlich geht die Arbeit für
die Menschen vor Ort erst jetzt richtig los. 18 Ziele gilt es zu
erreichen, von denen Eblenkamp nur einige nannte: Die wohnortnahe
Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs beispielsweise, oder die
Entwicklung alternativer Einnahmequellen in der Landwirtschaft und ein
verbessertes Marketing für die Region. Daraus wiederum entwickelten die
Teilnehmer neun Leitprojekte für die Region, die es nun mit Leben zu
füllen gilt. Darunter sind eine Initiative zum Gebäudemanagement,
Regionale Wertschöpfung, Tourismusmarketing und ein Projekt zu alten
Handwerkshäusern, zu dem es erste Überlegungen aus Schwalenberg gibt.
"Weitere Leitprojekte können bis 2013 dazustoßen", betonte Eblenkamp den
offenen Prozess. Das in den Überlegungen weit voran geschrittene Projekt
"Naturerlebnisweg Lippe" stellte Dr. Ute Röder, Leiterin der
Biologischen Station Lippe, vor.
|
| LZ 22.11.07 Südlippe zukunftsfähig
machen
|
Horn-Bad Meinberg. ILEK steht für Integriertes Ländliches
Entwicklungskonzept. Fünf Kommunen Südlippes haben sich zusammengetan,
um ihre Region zukunftsfähig zu machen. Am Dienstagabend wurden die
Ergebnisse des sechsmonatigen ILEK-Prozesses im Beller Schützenhaus
präsentiert.
|
| LZ 22.11.07 Luftholen |
KOMMENTAR
Von Silke Buhrmester Der (demographische) Wandel ist in Südlippe längst
zu spüren. Nur drei Beispiele: Eine Lügder Dorfgrundschule muss aus
Schülermangel schließen, in Schlangen gibts eine Schul-Ehe, ein Landarzt
in Elbrinxen schließt seine Praxis. ILEK kommt gerade noch rechtzeitig,
um den Landgemeinden Platz zum Atmen zu verschaffen. Die Ziele und
Projekte klingen gut. Noch besser, dass die fünf Partnerkommunen
dahinter stehen - zumindest solange es eine Win-Win-Situation gibt.
Aber: In Bereichen wie Tourismus und Umweltbildung ist diese leicht
herzustellen. Bewähren muss sich die Partnerschaft auch, wenn das
Streben nach Synergieeffekten vermeintliche Verlierer zurück lässt.
Dieser Tag wird unwillkürlich kommen, denn die Luft auf dem Land mag
noch so sauber sein - sie wird zwangsläufig dünner.
|
| LZ 20.11.07 Konzept für alle
Fünf | Kommunen stellen
ILEK vor Horn-Bad Meinberg. Ein halbes Jahr lang haben insgesamt rund
200 Beteiligte aus Südlippe am Integrierten Ländlichen
Entwicklungskonzept (ILEK) für die fünf Kommunen Blomberg, Horn-Bad
Meinberg, Lügde, Schieder-Schwalenberg und Schlangen gearbeitet. Am
heutigen Dienstag stellt Landrat Friedel Heuwinkel das Konzept in der
Schützenhalle in Belle, Pyrmonter Straße vor.
"In
zahlreichen Konferenzen und Arbeitssitzungen haben seit Mitte April
Vertreter aus Bürgerschaft, Vereinen, Verbänden, Verwaltung, Wirtschaft
und Politik gemeinsam über die Zukunft von Südlippe beraten", heißt es
in einer Pressemitteilung des Kreises Lippe. Unter fachlicher Begleitung
der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) ILEK Südlippe wurde ein
Entwicklungskonzept für die Region erarbeitet, das alle Lebensbereiche
anspricht: Wohnen, Arbeiten, Erholen, Bilden und Versorgen. Die
wichtigsten Inhalte des ILEK Südlippe sind gemeindeübergreifende
Entwicklungsschwerpunkte und Ziele sowie ein Handlungsprogramm, auf das
sich die fünf Kommunen einigten. Unter anderen geht es dabei um mehrere
Leitprojekte, die zeitnah erste Erfolge für die Region sichtbar machen
sollen. Eine Initiative zum Gebäudemanagement soll zum Beispiel
Leerstände in Dörfern und Ortschaften verhindern, mit dem Leitprojekt
"Naturerlebnisweg Lippe" soll über die Natur und Landschaft der Region
informiert werden. Wie der Erhalt historischer Bausubstanz zukünftig mit
traditionellen handwerklichen Fähigkeiten, z.B. Blaufärben, Korbflechten
oder Seifensieden, verknüpft werden kann, zeigt das Leitprojekt
Handwerkerhäuser anhand erster Ansätze in Schwalenberg. Die Präsentation
beginnt um 19 Uhr. Eine kurzfristige Anmeldung ist möglich unter (05 11)
93 57-1 50. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus den fünf
Städten und Gemeinden sind eingeladen.
|
| LZ 12.11.07 Der Weg zu einer
Gemeinde | Nordlippische Bürgermeister in Düsseldorf
Nordlippe/Düsseldorf. In ihren Nordlippe-Shirts besuchten Bürgermeister
Herbert Dahle (Barntrup) , Klaus Fritzemeier (Kalletal), Friedrich
Ehlert (Dörentrup) und Hans Hoppenberg (Extertal) die Landeshauptstadt
Düsseldorf um über die gemeinsame Entwicklung Nordlippes zu sprechen.
Auf Werbetour in Düsseldorf: Friedrich Ehlert, Klaus Fritzemeier,
Johannes Winkel, Hans-Gerd von Lennep, Hans Hoppenberg und Herbert Dahle
(im Bild von links) überreichen den ILEK-Abschlussbericht und den
Leader-Wettbewerbsbeitrag vor dem Sitz des NRW-Städte- und
Gemeindebundes in Düsseldorf. Foto: Privat
Ihre Gesprächspartner waren Johannes Winkel, Leiter der Abteilung
"Kommunale Angelegenheiten" im Innenministerium NRW, und der
Beigeordnete des Städte- und Gemeindebundes NRW, Hans-Gerd von Lennep.
Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Leitmotiv des
Leader-Wettbewerbsbeitrages "Nordlippe - auf dem Weg zu einer Gemeinde".
Johannes Winkel machte laut einer Pressemitteilung deutlich, dass er
dieses Ziel nicht im Sinne einer Gebietsreform verstehe, da politisch
hierfür jede Grundlage fehle und dies auch von der NRW-Landesregierung
nicht gewollt sei. Grundsätzlich teilte er jedoch die Meinung der
Nordlipper, dass man zukünftig allein nicht "überlebensfähig" sei, und
eine vertiefte kommunale Zusammenarbeit große Chancen biete. Überaus
erfreut nahm er zur Kenntnis, dass die Region Nordlippe am
Interessenbekundungsverfahren für das Projekt "Vernetzte Verwaltung"
teilgenommen habe. Unterstützung zugesichert Die Runde war sich darüber
einig, dass die Wirtschaftlichkeit des kommunalen Leistungsangebotes von
einer gemeinsamen Organisation der Leistungserbringung mit modernen
Informationstechnologien abhängig sei. Nordlippe habe durchaus gute
Chancen, den Zuschlag für das Projekt zu bekommen, so Johannes Winkel.
Anfang Dezember werde man die Nordlipper zu einer entsprechenden
Präsentation einladen. Schließlich überreichten die vier nordlippischen
Bürgermeister den ILEK-Abschlussbericht und den
Leader-Wettbewerbsbeitrag. Hans-Gerd von Lennep und Johannes Winkel
waren von den Aktivitäten in Nordlippe beeindruckt und sicherten ihre
Unterstützung zu.
|
LZ 14.03.07 Nordlippe jetzt
offiziell eine Ilek-Region Bezirksregierung spricht
Anerkennung aus |
 Die Nordlipper sind schon einen Schritt weiter: Bei
der Hauptausschusssitzung auf Burg Sternberg votierte die Politik
einstimmig dafür, sich für das "Leader"-Projekt zu bewerben. FOTO:
SCHERZER
Viel erreicht: Heiko Wiebusch und die anderen am Ilek beteiligten Planer
haben ihre Arbeit gut gemacht.Die Nordlipper sind schon einen Schritt
weiter: Bei der Hauptausschusssitzung auf Burg Sternberg votierte die
Politik einstimmig dafür, sich für das "Leader"-Projekt zu bewerben.
Fotos: Scherzer Nordlippe (sch). Die Nachricht ist keine Überraschung,
aber für den weiteren Prozess durchaus von Bedeutung: Die
Bezirksregierung in Detmold hat jetzt die offizielle Anerkennung der
Ilek-Region Nordlippe ausgesprochen.
Das knapp gehaltene Schreiben erreichte gestern Extertals Bürgermeister
Hans Hoppenberg als Vertreter für die weiteren drei am "Integrierten
Ländlichen Entwicklungskonzept" beteiligten Kommunen Barntrup, Dörentrup
und Kalletal. Darin heißt es: "Im Nachgang zur Vorstellung des
Ilek-Abschlussberichtes auf Burg Sternberg am 27. Februar darf ich Ihnen
aus formellrechtlichen Gründen bescheinigen, dass das Ilek Nordlippe den
Anforderungen der Förderrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen
genügt." Damit verbunden sei gleichzeitig die Anerkennung von Nordlippe
als Ilek-Region. Und das bedeutet: Erst jetzt ist mit finanziellen
Zuwendungen zu rechnen. Der für die Ilek-Abwicklung mitverantwortliche
Heiko Wiebusch hatte mehrmals betont: "Dieses Konzept ist erst der
Schlüssel zu den Förderprogrammen des Landes."
Zuversichtlich, diese Anerkennung zu bekommen, waren die am Ilek-Prozess
Beteiligten ohnehin. Wie ausführlich berichtet, hatten die
Hauptausschüsse der vier Kommunen, die erstmals zusammen tagten, Ende
Februar auf Burg Sternberg einstimmig beschlossen, den nächsten Schritt
gemeinsam zu gehen und sich für das EU-Projekt "Leader" zu bewerben.
Voraussetzung für "Leader" ist jedoch, als Ilek-Region anerkannt zu
sein.
|
| LZ 28.02.07 Nordlipper gehen ihren
Weg | "Historische"
Sitzung der vier Hauptausschüsse auf Burg Sternberg
Extertal-Linderhofe. "Ilek" ist beendet, jetzt soll "Leader" folgen. Auf
Burg Sternberg ist die einstimmige Entscheidung der nordlippischen
Kommunen Barntrup, Dörentrup, Extertal und Kalletal gefallen, den vor
nicht ganz einem Jahr eingeschlagenen gemeinsamen Weg auf jeden Fall
fortzusetzen - auch wenn dies in Zeiten knapper Kassen mit Investitionen
verbunden ist.
 Foto: Scherzer (LZ) Die
Ilek-Bürgermeister: Friedrich Ehlert, Hans Hoppenberg, Herbert Dahle und
Klaus Fritzemeier (von links) sind auch in Sachen Kleidung einer
Meinung. Von Wolf Scherzer
Im Rittersaal der Burg begann am 5. Mai vergangenen Jahres das
"Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept", das unter der Abkürzung
Ilek inzwischen auch in der breiten Bevölkerung bekannt ist. An gleicher
Stelle fand Dienstagabend eine Sitzung statt, die Extertals
Bürgermeister mit "historisch" betitelte - alle vier Hauptausschüsse der
beteiligten Kommunen tagten gemeinsam, und auch die Resonanz war
entsprechend. Sind bei sonstigen Hauptausschusssitzungen Zuhörer eher
Mangelware, hatten Besucher am Dienstag echte Probleme, einen Sitzplatz
zu bekommen. Wie mehrfach berichtet, soll Ilek dazu beitragen, die
Kräfte in Nordlippe zu bündeln. Dafür sind diverse Projektideen, vom
Tourismus über Landwirtschaft und Familienfreundlichkeit bis hin zum
Gedanken an eine "Gemeinde Nordlippe", gesammelt worden, die jetzt
eigentlich nur auf eines warten - umgesetzt zu werden. Doch das geht
nicht zum Nulltarif, und an entsprechende Förderprogramme des Landes für
den ländlichen Raum kommt inzwischen ohnehin nur der, der sich
Ilek-Region nennen kann. Nicht das ganz große Geld, aber doch eine
ansehnliche Finanzspitze verspricht das EU-Programm "Leader" - für den
Zeitraum von 2007 bis 2013 gibt es Mittel in Höhe von einer Million
Euro. Ein Haken dabei: Jede anerkannte Region muss die gleiche Summe
beisteuern, was für die vier Nordlipper je 40 000 Euro pro Jahr bedeuten
würde. Die Voraussetzung für Leader, das Ilek schon in der Tasche haben
zu müssen, liegt vor, jedoch: Nur zehn Regionen aus Nordrhein-Westfalen
werden schließlich in den Leader-Genuss kommen, und in Düsseldorf wird
derzeit von 30 Bewerbungen ausgegangen. Deshalb machte Heiko Wiebusch
von der GfL Planungs- und Ingenieursgesellschaft aus Hameln, der den
Ilek-Prozess federführend mit in Händen hielt, am Dienstag auch ganz
klar deutlich: "Die Auswahl ist klar definiert, die Besten sollen
gewinnen. Und bei 30 Teilnehmern und zehn Gewinnern gibt es auch 20
Verlierer." Für Wiebusch stehen die Chancen der Nordlipper bei einer
Bewerbung "nicht schlecht", aber das Ergebnis könne nicht vorhergesagt
werden - "auch nicht von Zweckoptimisten wie Hans Hoppenberg, der weiß,
er gewinnt", sorgte Wiebusch für Heiterkeit nicht bei dem Extertaler
Bürgermeister. Gelöste Atmosphäre herrschte dann auch bei der
Abstimmung, vor der deutlich wurde: Besonders die Christdemokraten
waren gut vorbereitet. Die SPD hätte das Thema gern noch vertagt,
beugte sich aber der Mehrheit. Barntrups Stadtdirektor Herbert Dahle:
"Der Blickkontakt mit meinen Fraktionen sagt mir, Barntrup ist
einstimmig dafür." Und sein Kalletaler Kollege Klaus Fritzemeier: "Die
CDU ist dafür, der Bürgermeister und die Grünen auch. Das reicht doch."
|
| » Schulterschluss im lippischen
Süden (LZ 17.3.07) | ILEK-Kommunen
unterzeichnen Verträge für künftige Zusammenarbeit
Sah fast aus, als habe Landrat Friedel Heuwinkel (stehend) zum Diktat
gebeten:Die Kommunalvertreter Hubert Scholand (Lügde), Klaus Geise
(Blomberg), Eberhard Block (Horn-Bad Meinberg), Ludger Kewe
(Schieder-Schwalenberg) sowie Thorsten Paulussen (Schlangen) (von links)
besiegelten die Planung mit ihren Unterschriften.Foto: Krull Lügde
(khk). Lügde, Schieder-Schwalenberg, Blomberg, Horn–Bad Meinberg und
Schlangen sind dabei. Vertreter dieser fünf lippischen Städte und
Gemeinden unterzeichneten gestern morgen im Rathaus der Stadt Lügde den
Vertrag für die Planung eines gemeinsamen „Integrierten Ländlichen
Entwicklungskonzepts“ (ILEK).
Damit wird im Kreis Lippe ein Prozess fortgeführt, der in Nordlippe
begonnen hat und dessen erste Planungsphase für Barntrup, Extertal,
Dörentrup und Kalletal bereits abgeschlossen ist (die LZ berichtete).
Die Ziele sind für alle ILEK-Gemeinschaften gleich: Interkommunale
Zusammenarbeit ausbauen, Fördermittel erschließen, Konzepte und Projekte
zusammenführen. So formulierten es die Vertragspartner der Gemeinden,
das „Landschaftsarchitekturbüro Georg von Luckwald“, und die „KoRiS –
Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung“, in ihrer Präsentation am
Freitagmorgen. Die beiden Büros haben sich zu einer „Arbeitsgemeinschaft
ILEK Südlippe“ zusammengeschlossen und stellten erste Überlegungen vor.
Was bei ILEK Südlippe hinten herauskommt, soll im Spätherbst präsentiert
werden. Eine Auftaktveranstaltung, eine themenübergreifende Ziel-,
Strategie- und themenbezogene Projektentwicklung sind geplant. Damit
sollen mögliche Handlungsfelder wie „demographischer Wandel –
Lebensqualität“, „Tourismus – Kultur“, „Landschaft – Land- und
Forstwirtschaft“ abgearbeitet werden.
Ein Steuerungsgremium für die regionale Zusammenarbeit aus Kommunen,
Kreis Lippe, Wirtschafts- und Sozialpartnern soll den Prozess begleiten.
Die zur Vertragsunterzeichnung anwesenden Bürgermeister betonten den
gemeinsamen Ansatz. Zweifel, dass mit ILEK wieder einmal Konzepte für
die Schublade entwickelt würden, seien ausgeräumt, wie Eberhard Block,
Bürgermeister von Horn-Bad-Meinberg, betonte. „Wir Kommunen müssen enger
zusammenarbeiten. Wir werden mit ILEK die gemeinsamen Potenziale
erkennen und entwickeln können“, gab Block die vorherrschende Meinung
wieder. 50 000 Euro stehen für diesen Prozess zur Verfügung.
Die Kommunen sind mit je 5000 Euro dabei, 25000 Euro trägt der Kreis
Lippe. „Damit Sie auch immer wissen, dass Sie unter der lippischen Rose
arbeiten“, gab Landrat Friedel Heuwinkel den Vertretern der Kommunen mit
auf den Weg. Das Projekt sei sehr wichtig, um Geld und
Entwicklungspotenzial in die Region zu bekommen, betonte er. |
Abkürzungen der Quellen:
LZ = Lippische Landeszeitung
LA = Lippe Aktuell
NA = Nordlippischer Anzeiger
|
|
|
|  |  |  |  | |